Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED)
Viele sind betroffen
Man geht davon aus, dass in Deutschland heute etwa 300.000 Personen an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden: Etwa 100.000 an Morbus Crohn und etwa 200.000 an Colitis ulcerosa. Die Zahl der neu erkrankten Crohn-Patienten ist seit Jahren konstant, bei Colitis ulcerosa gibt es dagegen Hinweise, dass die Zahl der Neuerkrankungen steigt.
Bis heute sind die Ursachen und auslösenden Bedingungen von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht sicher bekannt. Eindeutig ist allein eine familiäre, also erbliche, Komponente: Bei Verwandten ersten Grades von CED-Patienten ist das Risiko um den Faktor 30 erhöht. Zum Einfluss von Konsumgewohnheiten gibt es zahlreiche Untersuchungen – aber abgesehen vom Rauchen wenig gesicherte Ergebnisse: Nikotin verschlechtert den Verlauf von Morbus Crohn. Ebenso wie die Ernährung ist der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entstehung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen noch mit vielen Fragezeichen versehen.
Bis heute sind die Ursachen und auslösenden Bedingungen von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht sicher bekannt. Eindeutig ist allein eine familiäre, also erbliche, Komponente: Bei Verwandten ersten Grades von CED-Patienten ist das Risiko um den Faktor 30 erhöht. Zum Einfluss von Konsumgewohnheiten gibt es zahlreiche Untersuchungen – aber abgesehen vom Rauchen wenig gesicherte Ergebnisse: Nikotin verschlechtert den Verlauf von Morbus Crohn. Ebenso wie die Ernährung ist der Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entstehung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen noch mit vielen Fragezeichen versehen.
Morbus Crohn
Die Erkrankung kann den gesamten Magendarmtrakt (Gastrointestinaltrakt) betreffen – vom Mund bis zum Darmausgang. Besonders häufig sind jedoch der letzte Abschnitt des Dünndarms (terminales Ileum) und der Übergangsbereich zwischen Dünndarm (Ileum) und Dickdarm (Colon) betroffen. Charakteristisch ist der Befall aller Schichten der Darmwand. Die Entzündungen führen dann in der Folge zu einer Vernarbung der betroffenen Darmwandbereiche. Dabei wechseln sich im Darm entzündete Abschnitte mit Bereichen ab, in denen die Darmschleimhaut normal ist.
Durch die beschriebenen Vernarbungen kann es zu einer deutlichen Verengung des Darmkanals kommen, so dass der Durchfluss von Darminhalt erschwert wird. Neben Bauchschmerzen und Durchfall kennzeichnen u. a. Gewichtsverlust, Blutarmut und Fieber, das sich nicht auf eine klare Ursache zurückführen lässt, die Symptomatik bei Morbus Crohn. Daneben kann es zu entzündlichen Erkrankungen außerhalb des Darms kommen. Davon betroffen sind z. B. Gelenke und Wirbelsäule oder Haut und Augen.
Durch die beschriebenen Vernarbungen kann es zu einer deutlichen Verengung des Darmkanals kommen, so dass der Durchfluss von Darminhalt erschwert wird. Neben Bauchschmerzen und Durchfall kennzeichnen u. a. Gewichtsverlust, Blutarmut und Fieber, das sich nicht auf eine klare Ursache zurückführen lässt, die Symptomatik bei Morbus Crohn. Daneben kann es zu entzündlichen Erkrankungen außerhalb des Darms kommen. Davon betroffen sind z. B. Gelenke und Wirbelsäule oder Haut und Augen.
Colitis ulcerosa
Im Gegensatz zu Morbus Crohn bleibt die Colitis ulcerosa auf den Dickdarm beschränkt. Häufig ist sogar lediglich der letzte Abschnitt, der Mastdarm, entzündet. Man spricht dann von einer Proktitis. Allerdings kann auch der gesamte Dickdarm kontinuierlich – im Gegensatz zum abschnittsweisen Befall bei Morbus Crohn – verändert sein (Rötung der Schleimhaut und leichte Blutungen). Die dabei sichtbaren oberflächlichen Geschwüre zeigen, dass die Colitis ulcerosa lediglich die oberen Schichten der Dickdarmwand erfasst. Die Symptomatik ist durch häufige und schwere Durchfälle schleimigen Stuhls, z. T. mit Blutbeimengungen, gekennzeichnet. In der Folge kann es zu starken Wasser-, Blut- und Eiweißverlusten sowie Störungen des Mineralhaushaltes kommen.
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