Die Bechterew-Krankheit
(Spondylitis ankyiosans)
Der typische Fall: Versteifung der Wirbelsäule
Uwe S. (27 Jahre, 189 cm, 81 kg) klagt bei seinem Hausarzt über tief sitzende Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine. Er wird morgens gegen vier Uhr vor Schmerzen regelmäßig wach. Die Untersuchung beim Hausarzt ergibt zunächst nichts Außergewöhnliches. Die gezielte Untersuchung bei einem Orthopäden zeigt entzündliche Veränderungen an der Wirbelsäule. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule ist messbar eingeschränkt. Ein spezifischer Test zeigt eine Entzündung der Kreuzbein- und Darmbein-Gelenke.
Es handelt sich bei Uwe S. um entzündliche Veränderungen der Wirbelsäule, die unter dem Begriff "Morbus Bechterew" zusammengefasst werden. Dieses Krankheitsbild. das vorwiegend im Alter von 20 bis 35 Jahren beginnt, wurde nach dem russischen Neurologen Wladimir M. von Bechterew (1857-1927) benannt.
Uwe S. (27 Jahre, 189 cm, 81 kg) klagt bei seinem Hausarzt über tief sitzende Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine. Er wird morgens gegen vier Uhr vor Schmerzen regelmäßig wach. Die Untersuchung beim Hausarzt ergibt zunächst nichts Außergewöhnliches. Die gezielte Untersuchung bei einem Orthopäden zeigt entzündliche Veränderungen an der Wirbelsäule. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule ist messbar eingeschränkt. Ein spezifischer Test zeigt eine Entzündung der Kreuzbein- und Darmbein-Gelenke.
Es handelt sich bei Uwe S. um entzündliche Veränderungen der Wirbelsäule, die unter dem Begriff "Morbus Bechterew" zusammengefasst werden. Dieses Krankheitsbild. das vorwiegend im Alter von 20 bis 35 Jahren beginnt, wurde nach dem russischen Neurologen Wladimir M. von Bechterew (1857-1927) benannt.
Die Erkrankung
Die Bechterew-Krankeit zählt zu den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Sie tritt bei ca. 0,3% der Bevölkerung auf. Jüngere Männer erkranken dreimal häufiger als Frauen. Bei 95% der Patienten ist der Erbfaktor HLA-B 27 im Blut nachweisbar, was auf eine Vererbbarkeit schließen lässt. Zum Ausbruch der Erkrankung können manchmal auch Infektionen führen.
Verlauf
Die Erkrankung kann in Schüben verlaufen. Bei Frauen ist der Verlauf meist günstiger als bei Männern. Die Entzündung kann die ganze Wirbelsäule befallen. Besonders wichtig ist physiotherapeutische Behandlung. Viele Bechterew-Patienten leiden im Verlauf ihrer Erkrankung auch unter Schmerzen an Hüft- Knie- oder Sprunggelenken. In seltenen Fällen können auch innere Organe angegriffen werden.
Sind neben der Wirbelsäule und dem Kreuz- und Darmbein auch die Gelenke der großen Gliedmaßen beteiligt, spricht man definitionsgemäß von der Bechterew-Marie-Strümpell-Krankheit.
Sind neben der Wirbelsäule und dem Kreuz- und Darmbein auch die Gelenke der großen Gliedmaßen beteiligt, spricht man definitionsgemäß von der Bechterew-Marie-Strümpell-Krankheit.
Behandlung
Die medikamentöse Therapie der Bechterew-Krankheit konzentriert sich in erster Linie darauf, mit Antirheumatika die chronischen Schmerzen und die entzündlichen Prozesse zurückzudrängen. Bei diesen Medikamenten ist eine gute Magenverträglichkeit besonders wichtig.
Durch eine erfolgreiche Schmerzbekämpfung kann die notwendige Voraussetzung geschaffen werden, dass Betroffene mit der die Beweglichkeit erhaltenden physikalischen Therapie beginnen bzw. diese fortsetzen können.
Nur ein ärztlich und krankengymnastisch kontrolliertes Bewegungsprogramm kann bei dieser Erkrankung die so gefürchteten Gelenkversteifungen aufhalten. Je früher die Krankheit erkannt wird, um so erfolgreicher kann ein Voranschreiten gebremst oder gar blockiert werden.
Bechterew-Patienten müssen ständig in therapeutisch gerechter Bewegung bleiben. In Phasen akuter Krankheitsschübe kann dies sehr schwer fallen und erfordert vom Betroffenen eine hohe Motivation und starken Durchhaltewillen. Ein Erfahrungsaustausch in einer Selbsthilfegruppe kann in solchen schweren Phasen besonders hilfreich sein.
Durch eine erfolgreiche Schmerzbekämpfung kann die notwendige Voraussetzung geschaffen werden, dass Betroffene mit der die Beweglichkeit erhaltenden physikalischen Therapie beginnen bzw. diese fortsetzen können.
Nur ein ärztlich und krankengymnastisch kontrolliertes Bewegungsprogramm kann bei dieser Erkrankung die so gefürchteten Gelenkversteifungen aufhalten. Je früher die Krankheit erkannt wird, um so erfolgreicher kann ein Voranschreiten gebremst oder gar blockiert werden.
Bechterew-Patienten müssen ständig in therapeutisch gerechter Bewegung bleiben. In Phasen akuter Krankheitsschübe kann dies sehr schwer fallen und erfordert vom Betroffenen eine hohe Motivation und starken Durchhaltewillen. Ein Erfahrungsaustausch in einer Selbsthilfegruppe kann in solchen schweren Phasen besonders hilfreich sein.
Physikalische Therapie
Die physikalische Therapie umfasst:
Das Wichtigste bei der Krankengymnastik ist das selbständige Erlernen eines Übungsprogramms. Massagen dienen der Lockerung der Muskulatur und spielen nur eine untergeordnete Rolle. Elektrotherapie wird bei lokalen Entzündungen an Sehnen und Schleimbeuteln angewandt.
Zur Entzündungshemmung kann vom Patienten selbst zwischen den Anwendungen ein antirheumatisches Gel (z.B. Rheumon® Gel) benutzt werden, das den gewünschten therapeutischen Effekt noch verstärkt.
- Krankengymnastik
- Massagen
- Elektrotherapie
Das Wichtigste bei der Krankengymnastik ist das selbständige Erlernen eines Übungsprogramms. Massagen dienen der Lockerung der Muskulatur und spielen nur eine untergeordnete Rolle. Elektrotherapie wird bei lokalen Entzündungen an Sehnen und Schleimbeuteln angewandt.
Zur Entzündungshemmung kann vom Patienten selbst zwischen den Anwendungen ein antirheumatisches Gel (z.B. Rheumon® Gel) benutzt werden, das den gewünschten therapeutischen Effekt noch verstärkt.
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