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Weichteilrheumatismus
(Fibromyalgie)

Foto: Frau führt Entspannungsübung durch
Der typische Fall: Der ganze Körper schmerzt

Christine W. (45 Jahre, 168 cm, 62 kg) leidet seit einiger Zeit unter Schlaflosigkeit und Schmerzen in den meisten Muskeln und Gelenken. Während einer Untersuchung stellt ihr Hausarzt an zahlreichen Körperstellen einen Druckschmerz fest. Blut-, Urin- und Röntgenuntersuchungen sind ohne Befund.

Der Hausarzt erkundigt sich daher näher nach den Lebensumständen von Christine W. Sie berichtet ihm, dass es das Leben in den letzten Jahren nicht besonders gut mit ihr gemeint hat: erst die Scheidung von ihrem Mann, dann die Erkrankung ihrer 79-jährigen - in der Zwischenzeit pflegebedürftigen - Mutter und die gestiegenen Anforderungen am Arbeitsplatz. Zum Glück machen ihr ihre Söhne (12 und 15 Jahre) keine Sorgen. Christine W. fühlt sich zunehmend überfordert und kraftlos. Ihr Arzt diagnostiziert einen generalisierten, nicht entzündlichen Weichteilrheumatismus, eine Fibrornyalgie.

Gegen die akuten Schmerzen verordnet er ein Schmerzmittel (Antirheumatikum), erläutert ihr aber gleichzeitig, dass Medikamente und eine zusätzliche Bewegungstherapie in ihrem Fall allein nicht ausreichend sind. Auslöser der Erkrankung sind ihre Lebensumstände, die es schnell zu verbessern gilt.

Besonders wichtig ist es, dass Christine W. wieder zur Ruhe kommt. Sie hätte einen Kuraufenthalt dringend nötig. Vielleicht können sie die Söhne auch im Haushalt etwas entlasten. Darüber hinaus sollte es Christine W. gelingen, das Leben etwas gelassener zu nehmen. Auch Gelassenheit kann erlernt werden! Der Hausarzt rät deshalb, einen Kurs für Entspannungstechniken zu besuchen. Denn die eigentliche Ursache der Erkrankung ist der von ihr empfundene Stress - und Stress macht bekanntlich krank! Eventuell ist im Fall von Chistine W. auch über eine Psychotherapie nachzudenken, wenn die empfohlenen Maßnahmen keinen Erfolg zeigen.

Die Erkrankung

Eine Voraussage über den Verlauf einer Fibromyalgie ist ausgesprochen schwierig. Es gibt Patienten, bei denen die Beschwerden ebenso spontan wieder verschwinden, wie sie aufgetreten sind. Andere Patienten leiden viele Jahre unter diesen schmerzhaften Ganzkörperbeschwerden.

Neben dem generalisierten, nicht entzündlichen Weichteilrheumatismus gibt es auch die sog. lokalen Weichteilbeschwerden, die sich auf einzelne Körperpartien beschränken.

Typische Erkrankungen, die zu dieser Form des Weichteilrheumatismus gerechnet werden, sind:
  • Muskelverhärtung, Hartspann
  • Muskelverspannung bei Schultersteife
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Schleimbeutelentzündung

Ursachen hierfür sind entzündliche, verschleiß- und überlastungsbedingte Prozesse. Die zum Weichteilrheumatismus gehörenden Erkrankungen treten sehr häufig auf und sind besonders schmerzhaft. Nicht selten enden sie für die Betroffenen in der Berufsunfähigkeit.

Behandlung

Foto: Frau führt Entspannungsübung durch
Bei lokalisierten Weichteilbeschwerden steht die physikalische Therapie im Vordergrund. Darüber hinaus sollte es gelingen, den Haltungs- und Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder) durch entsprechende Übungen zu kräftigen. Bevor jedoch mit gymnastischen und physikalischen Maßnahmen begonnen werden kann, müssen die meist massiven Schmerzen bekämpft werden. Hierzu werden in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel (Antirheumatika) verordnet. Bei Entzündungen der Sehnen und Schleimbeutel wird häufig die Elektrotherapie eingesetzt. Zwischen den einzelnen physikalischen Anwendungen kann von den Patienten selbst zusätzlich ein entzündungshemmendes Gel - wie z.B. Rheumon® Gel - verwendet werden, das den positiven Effekt der Therapie noch verstärkt.