Gicht
Der typische Fall: Schmerzen im großen Zeh
Otto H. (52 Jahre, 170 cm, 93 kg) wacht in der Nacht mit besonders starken Schmerzen im großen Zeh auf. Die Schmerzen kommen plötzlich, ohne dass er sich tags zuvor verletzt hat. Otto H. findet keine Erklärung für die Schmerzen und sucht seine Hausärztin auf. Diese stellt fest dass er unter einem Gichtanfall leidet.
Die Ärztin erläutert ihm, dass es sich bei der Gicht - trotz starker Gelenkschmerzen - nicht um eine echte rheumatische Erkrankung handelt.
Otto H. leidet unter einer Stoffwechselstörung mit einem rheumatischen Beschwerdebild, einer pararheumatischen Krankheit. Sein Körper scheidet bestimmte Stoffe nicht mehr aus, so dass sich Harnsäurekristalle im Großzehengrundgelenk abgelagert haben. Ähnlich wie "Sand im Gelenk" behindern sie die Beweglichkeit des großen Zehs und verursachen eine schmerzhafte Entzündung.
Gegen die akuten Beschwerden dieses so genannten Gichtschubes verordnet die Hausärztin ein Antirheumatikum, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Neben der medikamentösen Therapie empfiehlt sie ihrem Patienten dringend, seine Ernährung umzustellen. Auf Fleisch soll er zukünftig weitestgehend verzichten, da beim Genuss von Fleisch besonders viel Harnsäure als Stoffwechselprodukt anfällt.
Otto H. (52 Jahre, 170 cm, 93 kg) wacht in der Nacht mit besonders starken Schmerzen im großen Zeh auf. Die Schmerzen kommen plötzlich, ohne dass er sich tags zuvor verletzt hat. Otto H. findet keine Erklärung für die Schmerzen und sucht seine Hausärztin auf. Diese stellt fest dass er unter einem Gichtanfall leidet.
Die Ärztin erläutert ihm, dass es sich bei der Gicht - trotz starker Gelenkschmerzen - nicht um eine echte rheumatische Erkrankung handelt.
Otto H. leidet unter einer Stoffwechselstörung mit einem rheumatischen Beschwerdebild, einer pararheumatischen Krankheit. Sein Körper scheidet bestimmte Stoffe nicht mehr aus, so dass sich Harnsäurekristalle im Großzehengrundgelenk abgelagert haben. Ähnlich wie "Sand im Gelenk" behindern sie die Beweglichkeit des großen Zehs und verursachen eine schmerzhafte Entzündung.
Gegen die akuten Beschwerden dieses so genannten Gichtschubes verordnet die Hausärztin ein Antirheumatikum, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Neben der medikamentösen Therapie empfiehlt sie ihrem Patienten dringend, seine Ernährung umzustellen. Auf Fleisch soll er zukünftig weitestgehend verzichten, da beim Genuss von Fleisch besonders viel Harnsäure als Stoffwechselprodukt anfällt.
Die Erkrankung
Bei der Gicht handelt es sich um eine häufig auftretende Stoffwechselerkrankung, die oft in Schüben verläuft. Durch Störungen bei der Ausscheidung von Harnsäure oder durch eine erhöhte Harnsäureproduktion kann es im Körper zur Bildung von Harnsäurekristallen kommen.
Harnsäure fällt bei der Verstoffwechselung (Metabolismus) von Eiweiß an. Eiweiß ist besonders in Fleisch und Innereien enthalten. Einige Faktoren, wie zum Beispiel Übergewicht und Alkohol, haben weiteren negativen Einfluss auf den Metabolismus der Harnsäure bzw. den Ausbruch der Gicht-Erkrankung. Nicht ausgeschiedene Harnsäurekristalle lagern sich an Gelenken - besonders häufig am Großzehengrundgelenk - ab und verursachen Entzündungen, die wiederum zu Schmerzen führen. Weitere Gelenke, die betroffen sein können, sind die Sprung-, Fersen-, Finger- und Kniegelenke. Die Gelenke schmerzen bei Berührung und Bewegung. Sie schwellen an, werden rot und heiß. Die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke ist - wie bei einer Arthrose/Arthritis - zunehmend eingeschränkt.
Harnsäure fällt bei der Verstoffwechselung (Metabolismus) von Eiweiß an. Eiweiß ist besonders in Fleisch und Innereien enthalten. Einige Faktoren, wie zum Beispiel Übergewicht und Alkohol, haben weiteren negativen Einfluss auf den Metabolismus der Harnsäure bzw. den Ausbruch der Gicht-Erkrankung. Nicht ausgeschiedene Harnsäurekristalle lagern sich an Gelenken - besonders häufig am Großzehengrundgelenk - ab und verursachen Entzündungen, die wiederum zu Schmerzen führen. Weitere Gelenke, die betroffen sein können, sind die Sprung-, Fersen-, Finger- und Kniegelenke. Die Gelenke schmerzen bei Berührung und Bewegung. Sie schwellen an, werden rot und heiß. Die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke ist - wie bei einer Arthrose/Arthritis - zunehmend eingeschränkt.
Behandlung
Bei der Therapie der Gicht lassen sich zwei Vorgehensweisen unterscheiden:
Neben Diätmaßnahmen besteht auch die Möglichkeit, den erhöhten Harnsäurespiegel durch Medikamente zu senken.
In allen Fällen müssen Diät und medikamentöse Behandlung konsequent und dauerhaft durchgeführt werden, um ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern.
- Die Beschwerden von akuten Gichtanfällen werden - ebenso wie die von rheumatischen Erkrankungen - mit Antirheumatika behandelt, die Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen.
- Bei der chronischen Gicht gilt es, den Harnsäurespiegel im Blut nachhaltig zu senken. In erster Linie bietet sich hier die konsequente Einhaltung einer "Gichtdiät" an. Das bedeutet weniger tierisches Eiweiß, Verzicht auf Alkohol und Gewichtsabnahme. Im Buchhandel gibt es zahlreiche Bücher, die Patienten bei der Aufstellung eines abwechslungsreichen Ernährungsplans bei Gicht unterstützen.
Neben Diätmaßnahmen besteht auch die Möglichkeit, den erhöhten Harnsäurespiegel durch Medikamente zu senken.
In allen Fällen müssen Diät und medikamentöse Behandlung konsequent und dauerhaft durchgeführt werden, um ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung zu verhindern.
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