Schmerz-Visual

Häufigste Ursachen

Rückenschmerzen

Bild: Verschiedene Perspektiven auf die Wirbelsäule
Ursachen:
  • Abnutzung und Verschleiß im Zuge von Alterungs- und Überlastungsprozessen.
  • Insuffizient ausgeprägte Muskulatur verursacht durch Bewegungsmangel.

Osteoporose

Grafik: Teil der Wirbelsäule
Häufig betroffen sind vor allem ältere Frauen, da der Wegfall der Östrogene in den Wechseljahren einen wesentlichen Risikofaktor darstellt. Die Erkrankung äußert sich oftmals durch einen "Rundrücken" und einer verminderten Knochendichte. Dies wiederum führt zu einem erhöhten Risiko von schmerzhaften Knochenbrüchen, vor allem an den Wirbelkörpern und am Oberschenkelhals. Durch die zum Teil ungünstige Haltung und der daraus resultierenden falschen Stellung kann es zu massiven Muskelschmerzen kommen. Verspannungen und verkürzte Muskulatur sind eine häufige Begleiterscheinung.

Arthrose (Gelenkschmerzen)

Chart: Von Arthrose häufig betroffen sind: Halswirbelsäule, Schulter, Ellbogen, Hüfte, Finger, Knie, Sprungglelnk, Großzehe
Betroffene Gelenke: ca. 200 Knochen werden durch Gelenke verbunden
Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen, es handelt sich somit um eine echte Volkskrankheit. Menschen höheren Alters sind zunehmend häufiger betroffen. Die Schmerzen entstehen vor allem am Gelenkspalt. Besonders anfällig sind tragende Gelenke wie das Kniegelenk, Hüftgelenk, Sprunggelenk, aber auch die kleinen Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke) sind häufiger betroffen. Prinzipiell kann aber jedes Gelenk im menschlichen Körper einer degenerativen Veränderung unterliegen.

Arthrotisches Gelenk

Abzugrenzen von der Arthrose - der degenerativen Gelenkveränderung (Verschleiß) - ist die Arthritis bzw. rheumatoide Arthritis. Bei dieser handelt es sich um einen entzündlichen Prozess. Die Erkrankung betrifft bevorzugt die kleinen Gelenke an Händen und Füßen. Nach dem heutigen Stand des Wissens steckt eine Autoimmunerkrankung dahinter. Eine weitere Möglichkeit ist die Ablagerung von Harnsäurekristallen im Gelenk. In diesem Fall spricht man von der Gicht.
Chart: Gelenkdestruktion bei Arthrose und Arthritis
Arthrose und Arthritis
Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung verläuft meist schubweise.

Typisch sind
  • Schwellungen und Rötungen im Frühstadium
  • Morgendlichen Steifheit
  • Zunahme der Beschwerden bei Bewegung

Chronische Schmerzen

Wird der Schmerz nicht von Anfang an konsequent behandelt, kann es zu einer Verselbstständigung des Geschehens kommen. Heute geht man davon aus, dass es zu Umbauprozessen im zentralen Nervensystem kommt, die je nach Progression der Erkrankung teilweise irreversibel sind. Im Endeffekt kommt es zu einer Sensibilisierung von Nervenzellen im zentralen Nervensystem, wobei dann oftmals schon kleine Reize ausreichend sind, um eine heftige Schmerzsensation auszulösen. Ziel der Schmerztherapie ist es in diesem Fall den Teufelkreis aus falscher Schmerzleitung und Wahrnehmung zu durchbrechen. Einen wichtigen Beitrag leisten in diesem Zusammenhang schmerzlindernde Medikamente. Nicht-Medikamentöse Maßnahmen wie z.B. Physiotherapie, Akupunktur oder Entspannungsverfahren sind weitere Säulen im Behandlungskonzept.